pucki dreams

little girl, big world – living the dream, or at least trying to


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Endeckungsreisen. Journey of discovery

Meine Zeit hier in Estland neigt sich dem Ende zu, und um ehrlich zu sein freue ich mich schon sehr auf zuhause. Meinen letzten Monat wollte ich natürlich nicht untätig vorbei ziehen lassen, deswegen hieß es, nach viel zeitraubender Planung, Rucksack auf und los. Meine erste Station hieß St. Petersburg, um dahin zu gelangen benötigte es  einen Bus, zwei Fähren und insgesamt 24h Zeit (die Überfahrt mit der Fähre war nötig um 72h Visa frei in Russland bleiben zu dürfen). Zum ersten Mal in meinem Leben war ich auf einem „großen“ Kreuzfahrtschiff, auf dem alles Sonnenliegen in Hörweite schrecklicher Musik waren und die fensterlose Kabine (die „perfekt für Budgetreisende“ ist und trotzdem 45€ die Nacht kostet, obwohl man sich die 9m² mit is zu drei anderen teilt) Platzangst verursachte. Und es gab dort noch nicht einmal Internet. Aber zum Glück traf ich eine sehr nette Russin mit der ich tanzen gehen wollte, blöd nur wenn man 30 Jahre unter dem Durchscnittsalter liegt und die andern Gäste größtenteils deutsche Renter und ältere Asiaten sind. Meine ganze Nervosität die ich mir bis dahin angestaut hatte fand ihren Höhepunkt an der Passkontrolle als die Beamtin skeptisch meinen Pass und dann mich und dann wieder meinen Pass und dann wieder mich anschaute um mich anschließend audzufordern meine Brille abzusetzen, die promt runter fiel. Irgendwann glaubte sie mir das ich es wirklich bin. Und dann war ich da in St. Petersburg. Und ich war sprachlos. Die Stadt lässt sich am Besten mit „zu viel“ beschreiben. Zu viele Menschen, zu viele Autos, viel zu viele wunderschöne Häuser, Kirchen, Paläste, Straßen, Plätze, Parks, zu viele Tourifallen, zu viele Leute die keine Englisch sprechen und so viel Tag. Ichhabe versuchte das meiste aus  meiner kurzen Zeit herauszu holen, bin stunden und kilometerweit gelaufen, Sonnenuntergang und Aufgang mit nur zwei Stunden dawischen erlebt und habe mich so lebendig wie lange nicht gefühlt, aber 2,5 Tagen reichen definitv aaus nicht um diese bombastische, pompöseStadt in ihrem ganzen Spektrum zu erfassen. Jedes Gebäude scheint so wichtig und bedeutend zu sein und alles was so nah scheint ist doch so weit weg, Metrostationen liegen 86m unter der Erde, nachts traben Pferde den Nevskyprospekt entlang, Frauen gehen mit Raben spazieren und in den Bars scheint es als ob die Musik seit 10 Jahren still steht. Ich mag diese Stadt, die es ein wenig übertreibt, die ein wenig grßenwahnsinnig ist und eines Tages kehre ich zurück, mit richtigem Visa und vorallem Zeit.

Nachdem ich glücklicherweise auch wieder hinausgelassen wurde ging es für mich weiter nach Helsinki wo mich früh morgens schon mein Couchsurfinghost mit Smoothie, Kaffee und Haferbrei bei sich aufnahm. Und Helsinki ist so anders als St. Petersburg. Schlicht, modern, teurer. Es gibt weniger Touristen und alles schein entspannter, Menschen liegen in Parks und Gänse gehen mit ihren Küken spazieren. Auch Helsinki hat einen Platz in meinem Herzen, nicht zu letzt wegen meinem Gastgeber der mit Essen und guter Gesellschaft aufwartete. Es ist nicht so überfordernd. Am schönsten war mein kurzer Ausflug auf eine kleine Insel auf der eine Seefestung war, Freiheit und Abenteuerlust lagen dort in der Luft.

Nach leider nur einem Tag dort ging es für mich zurück nach Tallinn wo am nächsten Tag meine Mutter landen sollte.( Vorher schaffte ich es mein Portmonaise im Supermarkt liegen zu lassen so da ich zur Polizei musste um es wieder abzuholen. Nochmal gut gegangen.) Als sie dann da war machten wir uns auf den Weg nach Hiiumaa, eigentlich wollten wir baden, aer es war zu kalt, das war etwas was uns die ganze Reiseüber begleiten sollte. Stattdessen fuhren wir Rad und wanderten, unser Weg führte uns weiter nach Pärnu, auch dort konnten wir nicht baden, als wir viel zu früh (blöde öffentliche Verkehrmittel) im Soomaa Nationalpark ankamen war uns das Wetter auch nicht wohl gesinnt, es war einfach nur kalt, aber doch so schön im Sumpf. Als der Bus noch mehrere Stunden brauchte entschlossen wir uns zu laufen. 8km. Yeah… Auch in Viljandi, unserer nächsten Station (ich schmuggelte Mama heimlich in mein Wohnheimzimmer ein um Geld zu sparen, war uns das Wetter nicht wohlgesinnt, aber wir machten das Beste daraus. Den Tiefpunkt erlebete unsere Reise am Peipsi See, es regenete in Strömen und in dem Dorf gab es sage und schreibe 1 Museum und ein Fischrestaurant, wir schliefen in einer winzigen, kalten Holzhütte auf einem Campingplatz und sahen keinen anderen Ausweg als einen Tag in Tartu im Spaßbad zu verbringen. Als letztes statteten wir noch Tallinn einen Besuch hab, bevor es nach 9 Tagen Abschied nehmen hieß. Jetzt bin ich wieder in Viljandi und morgen geht es hoffentlich für 1 Woche auf eine kleine Insel auf der ich auf einem Bauernhofarbeiten werde und dann geht es zurück, zurück in die Heimat

 

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St. Petersburg

Helsinki

Hiiumaa

Soomaa National Park

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Peipsi Lake

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Besuch und der Versuch zu Tanzen. A Visitor and the attempt to dance

Der April ist da, und schien es letzte Woche noch als würde der Frühling endlich kommen, der graue Himmel lässt die Hoffnung darauf verblassen. Wenigstens ist es wärmer. Das Studium ist mittlerweile Alltag und während es Kurse gibt die ich voll Freude besuche, wie z.B. Häkeln oder Public Speaking, so gibt es auch Kurse die ich lieber vermeiden würde. Diese Kurse haben etwas mit tanzen zu tun, mit Körperbeherrschung, mit Rhythmus. Alles Dinge die weit außerhalb meines Fähigkeitenreservoirs liegen. Und trotzdem versuche ich mein bestes mitzuhalten, mit eher weniger als mehr Erfolg und mit dem Gefühl ein kleiner, tapsiger Elefant zu sein der versucht in einer Herde Gazellen nicht aufzufallen. Und trotz meiner Proteste und dem Versuch mich unsichbar zu machen konnte ich es nicht vermeiden Teil einer Hebefigur zu sein oder einmal durch die Luft gewirbelt zu werden. Was man nicht alles tut. Aber auch wenn ich hier an die Grenzen meines Können gebracht werde so weiß ich doch das Aufgeben keine Altenative ist.

Mitte März erbrachte mir meine Schwester die Ehre ihres Besuches und nach einigen Turbulenzen trafen wir uns in Tartu. Dort verbrachten wir einen Tag damit eine riesige Wurstplatte zu essen (wir haben mit etwas anderem gerechnet), eine Kunstgalerie zu besuchen und unser inners Kind im Wissenschaftszentrum rauszulassen (nervöses Kichern in der Rotationskammer und sich wie betrunken im schrägen Raum fühlen inklusive). Am nächsten Tag besuchten wir das verschneite Viljandi (wo uns eine spontane Zimmerkontolle überraschte und Peggy halb beim Warten draußen fast erfroren ist) um dann mit einer rasanten Mitfahrgelegenheit nach Tallin zu fahren um dort das Wochenende mit Sich-Die-Füße-Platt-Laufen, dem Erkunden des einheimischen Nachtlebens und viel zu viel Essen zu verbringen, bis schließlich Abschied genommen werden musste (Hatte ich die stinkenden Australier in unserem Hostelzimmer erwähnt? Nein? Sagen wir es so, die Luft war ziemlich stickig…)

Im Moment hoffe ich nur das es bald schöner draußen wird und ich endlich anfangen kann die estnischen National Parks zu erkunden.

     Super happy in Tallinn

April is here and last week the spring finally showed up, or so I thought, the grey sky is telling a different story.At least it’s warmer. Studying is my everyday life now and I really like some of my courses, like crocheting or pulic speaking, but there also courses I’d like to avoid. These courses contain dancing, body control and rhythm. So that are all the skills I don’t have. Still I try my best to keep up with less than more success. I just feel like an little, clumsly elefant that tries not to stand out in a herd of gazelles. And despite my protests and my attempts to be invisible I couldn’t avoid being lifted and swirled around. But eventhought I’m on the limits of my abilities here I know that quitting is no alternative.

In the middle of march my sister gave me the honor  to visit me and after some turbulence we met in Tartu. There we spend our day eating a giant plate of meat (not excactly what we thought it’s going to be), visiting an art gallery and letting out our inner child at the science center (nervous giggeling in the rotating seats and feeling drunk in the oblique room inclusive). The next day we visited the snowy Viljandi (where a spontaneous room inspection surprised us and Peggy almost almost froze to death while hiding). After this we took a way to fast lift with a car sharer to Tallinn to spend the weekend walking through the city, exploring the local nightlife and eating way too much, before we had to say good bye again (Did I mentioned the stinking Australians in our hostel room? No? Well, let’s say the air was stuffy…)

In the moment I just hope the weather will e better soon, so that I can explore the estonian National Parks.


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Von hässlichen Grapefruits und scheuen Esten. About ugly Grapefruits and shy Estonians

Seit etwas mehr als zwei Wochen lebe ich nun schon hier, in einer estnischen Kleinstadt namens Viljandi. Nachdem ich 30 Stunden Fahrt überlebt habe und ein wenig Zeit in Tallinn bei einem Couchsurfer verbrachte bin ich vorvorletzte Woche Freitag in meinem neuen Heim angekommen und am Samstag stieß auch meine Kommilitonin Lisa dazu, wir erkundeten erstmal einen Supermarkt und fanden kuriose Dinge wie Quark in Rollen und hässliche Grapefruits. So weit so gut, bloß Esten ließen sich nicht wirklich blicken. Als ich dann Montag zu meinem ersten Kurs ging macht sich Ernüchterung breit, Textanalyse auf Estnisch, unmöglich für mich. Unmöglich schien es auch jemanden zu finden der helfen kann, denn Esten sind ein scheues Völkchen und es ist nicht so einfach Kontakt mit ihnen aufzunehmen. Deswegen hieß es selbst ist die Frau und nach Gesprächen mit den jeweiligen Verantwortlichen kam dann doch Licht ins Dunkel. Also mache ich jetzt einen Häkelkurs, verschiedene Schauspielkurse, Estnisch und noch ein wenig mehr. Das Leben hier wird langsam zum Alltag, bloß mit dem Kontakt zu den Esten will es noch nicht so wirklich klappen, aber ich bleibe zuversichtlich :) Hier sind ein paar bildliche Eindrücke.

For a bit more than two weeks I’m living here, in a small estonian town called Viljandi. After I survived 30 hours of driving and spend a little while in Tallinn at a couchsurfing host’s place I finally arrived in my new home at friday, 5th of february. The next day my school mate Lisa arrived and we went to discover the local supermarket and found strange things like Quark in rolls and ugly grapefruits. So far so good, just Estonians were missing. When I went to my first course at monday disillusionment set in, it was text analysis in Estonian, something impossible for me to do. It also seemed impossible to find somebody who could help you, cause Estonians are shy and it’s hard to get in contact with them. So I went Do-it-yourself style and after some talks with the right persons everything I figured everthing out. Now I’m having a crocheting course, diferent acting courses, Estionan and some other stuff. Daily life is slowly taking over, just the contact with Estonians is still lacking, but I stay positiv :) Here are some impressions

Tallinn

„Zuhause“ „Home“

Viljandi


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Pucki träumt weiter oder so ähnlich. Pucki keeps on dreaming, or something like that

Da bin ich also. Im Bus. Es liegen noch 24 Stunden Fahrt und hunderte Kilometer vor mir dann bin ich in Estland. Und bleibe dort erst einmal. Wie konnte es dazu bloß kommen? Nun ja, in den mittlerweile fast 1,5 Jahren die ich zurück ausisrael bin hat sich einiges getan. Ich wohne in Leipzig und studiere den besten Studiengang aller Zeiten mit den tollsten und liebsten Kommilitonen. KMP (Kultur und Medienpädagogik) for life! Und jetzt werde ich ein Semester in Viljandi in Estland studieren. Das sind die Fakten. Es werden spektukalär Bilder und herzerweichende Berichte folgen. Versprochen.

 

Here I am. In the bus. 24 hours of driving and hundreds of kilometres are ahead of me, then I will be in Estonia. And will stay there. How could this happen? Well, it happend a lot the 1,5 years I’m back from Israel. I’m living in Leipzig and study the best thing of all time that there is with the most awsome and sweetest studymates (is this even a proper word?). KMP for life! (It’s cultural and media education). And now I will spend one semster in Viljandi, Estonia. That are the facts. Spectacular photos and heart-wretching reports will follow. I promise


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Das letzte Quartal: Zwischen Frieden und Krieg bei den Drusen & Besuch aus der Heimat

Kann jemand bitten diese kleinen Männchen, die die Kalenderblätter nach Lust und Laune abreißen und die Uhr immer vor drehen mal bitten verhauen? Sonst sind die letzten 3 M0nate genauso schnell vorbei gerannt wie die letzten 9. Jap, es sind schon 9(!) Monate rum. Kaum zu fassen aber wahr. Bald habt ihr mich wieder. Drohung oder freudige Verkündung, ihr könnt das elbst entscheiden. :)

Nun ja, die fliegende Zeit soll ja genutzt werden und das wurde sie. Also wer will wissen was passiert ist? Oh, ja, stimmt ihr könnt mir nicht antworten, also habt ihr keine Wahl (muhaha), hier kommen die Storys!

Kurz nachdem mich Malou nach unserem fantastischen Urlaub wieder verlassen hatte stand ein neuer Trip ins Haus und zwar hatte mich Theresa, eine Mitvolontärin mit der ich schon einiges zuvor unternmmen habe, gefragt ob ich am 11.&12. Mai mit ihr in den Norden fahren möchte. Natürlich sagte ich ja, den Norden hab ich noch nicht wirklich gesehen und für Herumreisen bin ich immer zu haben. Also ging es in der frühe los, erst mal nach Jerusalem (40 Minuten stehen im Bus, der im Stau steht ist nicht so kuschelig wie es sich anhört). Dort musste ich erstmal durch die CBS rennen (wie schon so oft) um meinen Bus in die Golan Höhen zu erwischen (und schon wieder stehen für 30 Minuten…). Nach 3 stündiger Fahrt kam ich dort auch an, an einer Bushaltestelle in der Nähe vom Gamla Reservat, mitten im wunderschönen Nirgendwo. Dort sah es so aus.

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Ich hab dann 2 Stunden auf Theresa gewartet, weil es bei ihr Probleme mit dem Bus gab, aber das war kein Problem, sich einfach in Sonne legen und enstpannen ist ja auch nicht schlecht. (Wenn man übrigends kein Auto zum trampen anhalten will hält promt jemand der dich mitnehmen will. Eine weitere Tatsache ist das wenn du mitgenommen werden willst, immer mehr Autos in die andere Richtung fahren als in die wo du hin willst)

Ein bisschen Langeweile

Ein bisschen Langeweile

Aber dann kam Theresa und wi machten uns auf den Weg das Reservat zu erkunden.

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Schön war´s, auch wenn wir nicht alles sehen konnten weil es schon zu spät war. Da wir am nächsten Tag noch auf den Mt. Hermon, den höchsten Berg Israels wollten machten wir uns auf den Weg nach Katsrin um von dort aus einen Weg nach Majdal Shams, einen Ort am Fuße des Berges von dem aus man hoch auf den Berg kann. Mitgenommen wurden wir von einm Ranger des Reservates. Er gab uns noch den Tip, dass wenn wir campen wollen, dass lieber in Katsrin machen sollten uns nicht in Majdal Shams, weil es dort ziemlich kalt werden würde. Da am nächsten Tag der Bus erst so spät gekommen wäre entschieden wir uns trotzdem erst einmal dorthin zu fahren. Mit dem Bus ging es berg ab und auf bis wir schließlich in Majdal Shams ankamen. Und es war verdammt kalt. Das mit dem Zelten war also gegessen, ein Hostel musste her. Deswegen gingen wir in ein Kiosk und fragten, die Frau sprach aber kein Englisch und brachte uns zum Friseursalon nebenan. Der Friseur dort meinte es gibt viel Leute im Dorf die Zimmer vermieten würden und sagte das er seinen Freund anrufen würde. Okay, also hieß es warten, aber wir bekamen Kaffee, Salzstangen und haben uns mit einem Jugendlichen aus dem Ort unterhalten, der gern wo anders hingehen würde weil er Musiker werden will. Dann kam der Freund vom Friseur, mit dem sollten wir dann mit. Wir stiegen in ein Auto in dem schon eine junge Frau, eine Frau mittleren Alters und ein kleines Mädchen saßen und sind zu einem Haus gefahren. Das gehörte Freunden des Mannes der uns mitgenommen hat. Dort haben wir Mate getrunken (mehr als mir lieb war, aber mir wurde immer wieder neuer gegeben…) und wir haben echt drusisches Essen gegessen. Das waren riesige Teigfladen die mit einer Art Mischung aus Joghurt und quarkigem Käse bestrichen waren und anschließend zusammen gefaltet wurden. Das war ziemlich lecker und auch hier konnte man zu einer zweiten Portion nicht nein sagen. Mit erstaunen haben wir festgestellt das die junge Frau, die Freundin von dem der uns mitgenommen hat, erst 18 ist. Sie hat erzählt das sie seit drei Monaten zusammen sind und heiraten wollen. Andere Länder andere Sitten :)

Vom Balkon aus konnte man Syrien sehen, es gab einen plötzliche  Lichtschein in der Ferne und uns wurde erzählt das sei eine Bombe gewesen. Der Mann der uns mitgenommen hat ist Nachrichtenproduzent und Reporter, später sind wir mit ihm in sein Büro gefahren und haben uns Ort mit ihm und seinem Assitenten unterhalten. Sie berichten u.a. über die Situation in Syrien. Die beiden wollten noch in die Nähe der Grenze um zu schauen ob sie etwas filmen können. Ob wir nicht mit wollen, haben sie gefragt. Warum nicht haben wir uns gedacht.

Als wir dann mitten in der Nacht in einem Auto mit zwei Fremden saßen auf dem Weg zur syrischen Grenze, haben wir an unserem Verstand gezweifelt, irgendwie war das alles so absurd. Und dann standen wir da, in einer Art Park, in einer kalten, sternklaren Frühlingsnacht, im Mondschein wo alles so friedlich schien, doch zwei, drei Kilometer weit weg verläuft die schmale Grenze, ein Zaun mit Stacheldraht, zwischen Frieden und Krieg, nur getrennt durch einen Streifen Gras. Die Landschaft auf der anderen Seite sieht genauso aus, auf den ersten Blick gibt es keinen Unterschied. Aus der Ferne hört man Geräusche die wie Feuerwerkskörper klingen, aber dieses ungute Gefühl das in dir nagt sagt dir, dass es etwas ganz anderes ist.

Danach sind wir, mit Zwischenstop bei einem weisen Imbissbesitzer, zum Assistenten heim gefahren. Er hat in der Wohnung seiner Eltern geschlafen, so das wir bei ihm in schlafen konnten. Sowas hab ich auch noch nicht erlebt, aber es ist wohl die Lebensweise der Drusen das sie so hilfsbereit sind. Um ehrlich zu sein, so ein Mensch der ohne nachzudenken sein Heim anbietet für Fremde die sonst nicht wissen wo sie hin sollen möchte ich auch sein. Allerdings zweifeln wir ein bisschen an dem Möbel geschmackt.

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Von solchen Sesseln gab es in der Wohnung seiner Eltern wo wir gefrühstückt haben noch mehr. Dann wolten wir zum Mt. Hermon, eigentlich sollte es wohl eine Art Abholservice geben. Gab es aber nicht, also wurden wir von unserem Gastgeber gefahren. Dort oben war es verdammt kalt und es war erstmal kein Mensch da. Als wir jemanden gefunden habensind wir schließlich mit dem Skilift hoch gefahren und später haben wir Israels einzige Sommerrodelbahn ausprobiert (sehr, sehr kurze Fahrt muss man sagen…)

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Nachdem uns dann jemand wieder in den Ort gefahren hat und wir dort den Friseur wieder getroffen haben sind wir wieder heim gefahren. (Wir wurden noch zur Hochzeit unseres Gasgebers eingeladen, also nicht zu der von dem der uns beim Friseur abgeholt hat, sondern zu der von dessen Assistenten wo wir eschlafen haben). Ich muss sagen das ich den Norden unsagbar schön finde. Ich liebe es halt wenn es grün und waldig und ein bisschen bergig ist.

So jetzt macht erstmal ne kurze Pause, denn jetzt  kommt noch der Bericht von Mamas und Peggys Aufenthalt. (Hab ja gesagt das viel passiert ist)

Also, am 18. Mai machte ich mich auf den Weg zu einer Ferienwohung in Tel Aviv wo ich mich mit den beiden treffen wollte (nach einem Wochenende an dem ich auf zwei Geburtstagen war und Shabbat sein Dank 10km zur CBS laufen durfte damit ich auf Arbeit gehen kann). Und dort standen sie auch schon und die Wiedersehenfreude war riesig. Von jetzt an folgen fast nur Bilder, die sagen mehr aus als meine hohlen Worte :)

Tel Aviv!

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Jerusalem

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Eilat, die Quelle des Sonnenbrandes

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Last Minute Shabbat Shopping

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Mitzpe Ramon, zum dritten Mal

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Immer dieses Dämmerlicht, ja, ja

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Der Beduine dem die Kamele die wir ritten gehörten und wir

Der Beduine dem die Kamele die wir ritten gehörten und wir

Geliebtes Totes Meer & Ein Gedi

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Was gibt es sonst noch zu sagen? Es war mega heiß, mega schön und ging mega schnell vorbei. Und Urlaub ist anscheinend nicht gut für meine Haare, jedes Mal wenn ich wieder komme sind sie zu lang und haben ihre Farbe komplett verloren…

Letzte Woche war ich zwei Tage in Tel Aviv am Strand, ich hab den Improv Workshop geleitet, hab mir Filme beim Studenten Film Festival angesehen und Freitag war ich auf einer 90´s Party. Wird also nicht langweilig hier. Bis denne!


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Durch Israel in 10 und zwei halben Tagen

Ich liebe dieses Land. Ich liebe seine Menschen, seine Sonne, seine Landschaften, die Erfahrungen die ich hier machen darf. Der Gedanke das ich nur noch für 4 Monate hier bin macht mich nachdenklich und ein wenig wehmütig. Der Gedanke das ich noch fast einen kompletten Monat mit Reisen verbringen werde macht mich aber wieder glücklich.

Ja, ich habe lange nichts mehr geschrieben, ich sollte wahrscheinlich keine Karriere als Reiseblogger in Betracht ziehen. Ich bin halt ein Mensch dem es leichter fällt Erinnerungen in sich zu tragen und sie zu erzählen, in einem schönen Gespräch, bei Kaffee oder Bier. Aber da mir das nicht möglich ist berichte ich doch hier. Vor zwei Monaten war ich auf einem Wüstentrip. (Hab leider keine Bilder, die folgen noch) Mit einer Mitvolontärin die in Akko wohnt bin ich in den Süden gefahren, eine reine Odysee war das, Wege waren nur da um abgekürzt oder ignoriert zu werden, unser Couchsurfing Host lebte in der Nähe von Gaza und nicht in Mitzpe Ramon, aber es gibt ja Hostels. Schön war´s.

Im Hostel daheim hieß es aus 5 mach 3, denn drei meiner Mitbewohner sind gegangen, jetzt sind im Hostel nur noch ich und Nicole. Auch die Situation auf Arbeit war nicht die angenehmste und ich hatte ein ziemliches Tief. Aber nachdem dies geklärt wurde und ich gelernt hab israelisch zu handeln um meine Ansprüche durchzusetzten geht es mir wieder fantastisch. Denn ich war auch noh im Urlaub. Malou kam auf Besuch für 12 Tage. Also eigentlich waren es 10 komplette Tage und zwei halbe. Es war der beste, verrückteste, schönste, ausergewöhnlichse Urlaub den ich jemals hatte. Ich weiß das ich nur noch so und nie mehr anders reisen möchte.

Es folgt eine Fotoreihe mit unseren (Abenteur-)Reisestationen:

Erster halber Tag: Jaffa

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Tag 1&2: Tel Aviv

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Zuhause für zwei Nächte, bei unsererm Couchsurfing Host (bzw. einem Freund von mir) in Tel Aviv

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20€ Zelt von der Tankstelle

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Streetart

Tag 3&4: Jerusalem

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Eine Nacht auf dem Dach eines Hostels in der Altstadt. Verrückte Menschen, verrückte Nacht. (Die zweite waren wir bei einem unglaublich netten Couchsurfing Host, der unsere Wäsche gewaschen und zusmmen gefaltet auf unser Bett gelegt hat, es war ein bisschen wie daheim…)

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Altstadt

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Klagemauer

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Dies sind, wie ich finde sehr beeindruckende, Graffits an der Mauer zwischen der Westbank und Israel in der Nähe des Check-Points in Bethlehm. Bringt einen sehr zum Nachdenken

Tag 5&6: Irgendwo in der Nähe des See Genezareth

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Hich-Hiking

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Jordan River Park

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Sven von Krabs

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Jenny Blocksberg

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Zefad. Irgendwo im Norden des See Genezareth. Voll von Orthodoxen (einer wollte uns sogar mit Essen versorgen, aber ein paar andere Kerle haben es bekommen, weil wir gegangen sind nach dem er 40 Minuten zu spät war). Unsere Zeltnachbarn waren ein paar nette Amis. Wie wir dahin gekommen sind? Einfach mitfahren wenn´s angeboten wird

Tag 7&8,5: Totes Meer again

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Aufstieg nach Masada bei Sonnenaufgang

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Festung Masada. Eintritt: 6€, Seilbahn runter, weil der Aufstieg eim Sonnenufgang so anstrengend war: 6€, feststellen, dass das Zelt was man im Dunkeln neben der Autobahn aufgestellt hat bewegt wurde und man auf Militärgelände gecampt hat: unbezahlbar

Tag 9,5&10: Mitzpe Ramon in der Wüste Negev

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Der woh ruhigste Ort auf Erden: Silent Arrow Desert Lodge, lasst euch euer Essen bloß nicht von den Katzen klauen

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Mit Pfeil und Bogen schießen ist leichter als man denkt

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Wenn Rucksack tragen einfach nicht mehr geht

Alles in allem ist unglaublich viel passiert. Hier ein paar Anekdoten. In einem Restaurant auf dem Rothschild Boulevard hat sich eine Kakerlake auf meine Schulter gesetzt In Tel Aviv am Strand haben wir einer Amerikaner geholfen eine Hostel zu finden. Am nächsten Tag treffen wir sie in einem Hostel in Jerusalem und sind der festen Übrzeugung unsere neue Freundin Sara heißt Stacey. Am Damskus Gate trafen wir einen riesigen Australier der auf der Suche nach seinem Hostel war, dieses Hostel war auch unserers. Ein Händler in Jerusalem hat uns auf Tee in seinen Laden eingeladen, er hatte jeweils 6 Finger an jeder Hand. Wir sind bei einem älteren Mann mitgefahren weil er uns zu einem guten Ort zum Camping bringen wollte, er überzeugte uns davon in seine Heimatstadt zu fahren wo wir m Stadtpark gecampt haben.

Selbst wenn ich wollte könnte ich nicht alles aufschreiben, wenn ihr mehr wissen wollt fragt. Ich habe so einen ungeplanten, spontanen Urlaub sehr gebraucht und es war eine wunderbare Erfahrung sich einfach der Situation hinzugeben ohne zu wissen was als nächstes kommz, danke dafür Malou!

P.S.: Bevor ich es vergesse, ich durfte noch eine echt typische Familienfeier erleben! Wir waren zum Seder bei der Familie unserer Köchin eingeladen (tradionelles Essen zum Beginn von den Pesachfeiertagen) Dort war es sehr lustig, sehr laut und man kam sich vor wie ein Besucher im Zirkus. Ach ja, israelische Feiertage werden mich eines Tages in den Wahnsinn treiben, ich mein, keine öffentlicher Nahverkehr, Hallo? Was soll das denn?


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Bergfest am tiefsten Platz der Erde

Es ist Halbzeit. 6 Monate bin ich jetzt in diesem wunderbar-verückten Land, 6 Monate bleibe ich noch.

Und da ich das erste halbe Jahr ziemlich reisefaul war stand der Entschluss dies zu änderen fest. Ein Ziel war schnell gefunden, das Tote Meer sollte sein. Und da wir ja nur arme Volontäre sind gibt man sich mit der günstigsten Variante zufrieden, dem Zelten. Mit Vorfreude, Spannung, geliehenem Zelt, geliehenem Rucksack (man, man, man, ich muss mir echt nen eigenen besorgen…) und 10€ Schlafsack (man nimmt was man kriegen und sich leisten kann) ging es dann auch letzten Freitag los. Nach Jerusalem bin ja schon öfter gefahren, die grüne Landschaft die mit ihren Apfelplantagen fast schon europäisch angehaucht wirkt kenne ich also, aber auf die gelbgrauen staubigen Berge mit Ziegenherden die sich auf der zweiten Hälfte der Fahrt präsentierten war nicht vorbereitet (wobei man sich Israel ja eigentlich so vorstellt, bloß das hatte bis jetzt noch nicht meinen persönlichen Erfahrungen enttsprochen).

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Man fühlt sich wie in die alten Bibelgeschichten zurückversetzt und erwartet fast schon das einem Moses über den Weg läuft. Nun ja, den haben wir nicht gesehen, atembraubend war es trotzdem. Unter dem Meer ging es dann weiter bis zum Parkplatz in Ein Gedi wo man kostenlos Zelten kann. Auch Duschen und Toiletten kosten nichts, die Duschen machen bloß schon um 15.25 zu…

Nach dem das Zelt aufgestellt war ging es auch gleich ins Meer. Es ist schon ziemlich witzig die anderen beobachten, aber dann festzustellen das man aufgrund seiner Ungeschicktheit fotografiert wird, damit muss man umzugehen wissen :)

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Am nächsten Tag haben wir dann das Reservat erkundet, aber auf so eine Kletterei war ich nicht unbedingt vorbereitet.

Einmal diagonal über die Flanke, quasi von links unten nach rechts oben auf dem Bild, das war unser Weg. Gut das ich das zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste

Einmal diagonal über die Flanke, quasi von links unten nach rechts oben auf dem Bild, das war unser Weg. Gut das ich das zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste

Doch zuvor wollten wir noch in die Antike Synagoge, die war natürlich noch zu, aber dadurch haben wir eine nette Familie getroffen die in einem Verschlag aus Palmenblättern übernachtet hat und wurden gleich zu Kaffee und Tee eingeladen. Nach der Synagoge ging es los. Das erste Ziel: Die Ein Gedi Quelle. Also ging die Kletterei über Stein und Stein (Stöcke gab es nicht…) los. Natürlich dachte ich ich brauche keinen Hut. Ich die hellhäutige Mitteleuropäerin die schon ohne körperliche Anstrengung einen Sonnenstich bekommt wenn es nur ein bisschen zu warm ist. Dann musste halt das Handtuch ran. Aber davon werden keine Fotos gezeigt…

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An der Quelle gab es ganz viele von diesen niedlichen Tierchen. Nach kurzer Erfrischung ging es dann wieter in das/den Wadi David. Dei Fotos sprechen hoffentlich für sich.

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Ein wenig ausruhen

Ein wenig ausruhen

Es war wirklich eine wahnsinnige Zeit und ich freue mich schon dahin zurück zugehen. Am nächsten Tag waren wir noch in Qumran, dort gibt es Ruinen von einem Gebäude in dem eine jüdische Sekte o.ä. gewohnt hat. Man hat dort viele Tongefäße und Schriftstücke entdeckt.

IMGP1979Dann ging es auch schon wieder heim, da es dort in der Nähen keine Campingmöglichkeit gab. Verluste gab es natürlich auch, irgendwer hat meine Sandalen geklaut als sie vor dem Zelt standen, naja, hätte schlimmer kommen können.

Vllt schaffe ich es demächst auch ein Video von diesem Trip reinzustellen mal sehen. Das war es erstmal. Over and out!

P.S.: Geburtstag hatte ich ja auch. War ein wirklich netter und schöner Tag und ich habe ein wundervolles Fresspaket aus der Heimat bekommen!